DEEN

LUZIAN SPESCHA

04.11. – 17.11.2020

„Ein guter Freund und Kenner meiner Malerei schrieb mir jüngst zu einem meiner neusten Bilder, das ich auf Instagram veröffentlicht hatte, folgenden Kurzkommentar: „ Formen treten zurück. Erstes Explodieren von Farben.“ (Rimbaud).Ich erwiderte ihm : Ja, lieber H. Das sehe ich auch so. Aber noch ist dieses Bild 1 ein verlorener Einzelgänger und oft geht meine Reise in eine andere Richtung. Die Freude und die Sucht nach der Explosion der Farben im Sinne des Fauvismus und des klassischen Expressionismus war und ist schon immer sehr gross gewesen. Der Neoexpressionismus hatte die formale Geschlossenheit aufgelöst. Mein Bedürfnis nach Halt, Inhalt, Darstellung des Realen, des Szenischen, war immer sehr gross und ist es immer noch. Im Leben wie in der Malerei. Quo vadis, frage ich mich manchmal und lasse dabei die Zügel in Richtung gezügelter Spontaneität schweifen.

Worauf er zurückschrieb : „Die hellblaue Klammer ist – so ahne ich – die Sehnsucht nach der realitätsbezogenen Form, die eine – welche ? Essenz umschliesst.



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